Nachbericht - Bürgerversammlung in Varloh

Bürgermeister Höke berichtet über aktuelle Entwicklungen in Geeste
Bis zum letzten Platz waren die Stuhlreihen in der Varloher Dorfscheune belegt. Rund 60 interessierte Einwohner des Dorfes waren der Einladung von Bürgermeister Helmut Höke zu einem Info-Abend gefolgt. Damit setzte Höke die Tradition, regelmäßig in verschiedenen Ortsteilen über aktuelle Entwicklungen der Gemeinde zu berichten und mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen, auch im Jahr 2025 fort.
Zur Sprache kam die diesjährige Haushaltslage der Kommune, ebenso Baumaßnahmen, wie die geplante Erneuerung der Brücke an der Gusbergstraße in 2026 oder der derzeitige Ausbau von Ganztagsbereichen an Geester Grundschulen. Neben der Schaffung neuer Bauplätze u.a. im Ortsteil Geeste, der Entwicklung von Gewerbegebieten in Dalum und Groß Hesepe und der Ansiedlung eines kleinen Combi-Marktes in Geeste, wurde auch das Thema Windkraft angesprochen.
Höke erläuterte, dass der Landkreis Emsland vor einigen Wochen sein bisheriges Regionales Raumordnungsprogramm im Teilabschnitt „Windenergie“ (RROP) geändert habe und nun weitere Flächen für Windenergie ausweise, um den gesetzlich geforderten Flächenanteil von 3,07 Prozent für den Landkreis Emsland zu erfüllen. „Im Bereich Schwefingen/Varloh ist ebenfalls eine Fläche für „Windenergie“ in das RROP aufgenommen worden“, so Höke. Weitere Potenzialflächen könnten nun nur noch durch Änderungen der kommunalen Flächennutzungspläne ausgewiesen werden. Über entsprechenden Anträge müssen die politischen Gremien in Kürze entscheiden, u.a. wurde seitens eines Projektierers beantragt, eine weitere Fläche für Windenergie im Bereich Varloh/Geeste auszuweisen. Sollte ein entsprechender Aufstellungsbeschluss gefasst werden, würde im Rahmen des formellen Verfahrens auch eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in Form einer Bürgerversammlung durchgeführt und erforderlich werdende Gutachten eingeholt. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung könnten dann Bedenken und Einwände von Einwohnern geltend gemacht werden.
Mit Blick auf die Chancen und Belastungen, die sich durch eine mögliche Aufstellung von Windkraftanlagen für Varloh ergeben könnten, folgte eine rege Diskussion unter den Anwesenden.
Zum Ende der rund zweistündigen Veranstaltung wies Höke auf verschiedene Projekte in der Ortschaft hin. So habe der Glockenturm ein neues Dach und eine Hinweistafel erhalten, im Rahmen des Katastrophenschutzes sei seit kurzem auch in Varloh eine Sirene positioniert. Hinsichtlich eines neuen Geräteschuppens für die Dorfscheune befinde man sich im Austausch mit dem Vorstand des örtlichen Dorfscheunen- und Fährvereins, ebenso zur Frage der Ausbesserung der Pflasterfläche am Glockenturm.
Zudem plane die Gemeinde die umfassende Sanierung der Varloher Kluse, einer rund 280 Jahre alten Gebetsklause. Hier liefen Planungen und Fördermittelanfragen gerade an, so dass mit einer Sanierung des Kleinods im kommenden Jahr gerechnet werden könne.
Mit einem großen Dank an die Vorsitzende Maria Jaspers und ihr Team vom Dorfscheunen- und Fährverein Varloh, für die kontinuierliche Pflege der gesamten Anlage, schloss Bürgermeister Höke den Abend.
BU: Zentraler Treffpunkt von 186 Varlohern ist die Dorfscheune. Hier fand auch die Bürgerversammlung statt, zu der die Gemeindeverwaltung eingeladen hatte.